Elaine Mitchener

Geboren im Osten Londons als Tochter von aus Jamaika nach Großbritannien eingewanderten Eltern, wirkt die klassisch ausgebildete Musikerin als Komponistin, Improvisatorin, bildende Künstlerin und Performerin. Die Erfahrungen ihrer Herkunft sind in ihrer Musik höchst individuell verdichtet. Mitcheners Auftritte stützen sich auf Theorien der afrikanischen Diaspora sowie der europäischen Avantgarde. Ihr Lebenslauf zeigt Vielseitigkeit. So wie ihre Stimme ein über ein immenses Spektrum und eine weite Palette von Ausdrucksmöglichkeiten verfügt, ist ihr musikalischer Kosmos gross: Sie arbeitet mit Stars der bildenden Kunst wie Christian Marclay oder Marina Abramović und mit Jazzgrössen wie George Lewis. Sie führt ein Projekt mit Musik der New Yorker Jazzsängerin Jeanne Lee auf. Sie setzt sich mit dem wiederentdeckten Komponisten Julius Eastman auseinander und führt eine Komposition für ein Streichquartett und Stimme von Charles Mingus auf. Sie ist mit der Avant-Rap-Sängerin Moor Mother, in der Jazzband Rolling Calf oder im Quartett mit Alexander Hawkins zu hören. Ihre Solo-Performances bringen eine neue dynamische Form des experimentell-politischen Musiktheaters auf die Bühne. Im Portrait im Guardian über Elaine Mitchener schreibt die Journalistin Jennifer Lucy Allan: «Ihre Stärke liegt in ihrer Fähigkeit, in einem Raum intensive kollektive Empathie zu erzeugen.» «Wenn man kommt, um zu sehen, was ich mache, kann man sich nicht zurücklehnen», wird Elaine Mitchener zitiert. «Die Leute sind danach erschöpft. Ich bitte Sie, mit mir auf diese Reise zu gehen, und wir gehen sie gemeinsam an. Es geht um Vertrauen, und ich nehme dieses Vertrauen sehr ernst.»

 

unerhört!

Elaine Mitchener © J. Chiellino