«Stich» von Sarah Altenaichinger
















Was passiert, wenn Hände plötzlich nicht mehr tun, was sie seit Jahrhunderten getan haben? Wenn ein Körper aus dem Takt gerät und einen im Stich lässt? In diesem Bühnenstück verwebt sich das Thema chronische Krankheit geschickt mit der Welt der textilen Handarbeitskunst: der gleichmässige Takt der Stricknadeln, der wiederkehrende Stich in Gelenken, die Knoten und Risse, die Geduld, die kapitalistischen Implikationen und die Möglichkeiten des Widerstands.
Zwischen Spoken Word und feiner Erzählung entsteht ein Abend über Gesundheit und Arbeit, Schmerz und Care und die Frage, wie unsere Gesellschaft umgeht mit Körpern, die sich verheddern. Sarah Altenaichinger spinnt Seemannsgarn und zarte Bande. Und nimmt dabei alle Fäden in die Hand.
ganz plötzlich
nicht nützlich
ganz schrecklich
verletzlich
ein Klotz
eine Pfütze
ein Nichtsnutz
mit Mütze
mit Krücke
eine Lücke im Takt
| Mo | 02.11.26 | 19 Uhr | tickets |
Regie: Nina Halpern
Textbegleitung: Daniela Dill
in Hochdeutsch und Mundart
Dauer: 80 Min.
Fotografie: Samira Gollin & Mik Matter (Tenderphoto.ch)
Grafik: Studio Mucho Gusto