«Im Gespinst in dem ich wohne» – Hommage an Endo Anaconda
















Endo Anaconda (1955 bis 2022) war immer schon ein Dichter – nicht nur in seinen Songs. Im Buch «Im Gespinst in dem ich wohne» sind Texte versammelt, an denen er bis zuletzt gearbeitet hat, sowie Gedichte aus seinem Nachlass. Anacondas Lyrik ist ähnlich unbändig und sprachrhythmisch wie seine Songs, gleichzeitig ist sie in Bewegung, suchend, intim. Die Gedichte handeln von Einsamkeit, Euphorie, Weltwut und Weltliebe, Liebe überhaupt, Sucht, Alter, Anacondas zwei Heimaten – Schweiz und Österreich – und nicht zuletzt: von der Sprache.
Das Publikum taucht noch einmal ein in die überbordende Bilderwelt eines grossen literarischen Phantasten und Romantikers.
Die Zeit ist klein
wie eine Bohne
ich – schwarzes Loch
du, meine Sonne
ich trage stets eine Melone
nie nehme ich ein Telefon
im Gespinst in dem ich wohne
leichter Schlaf und roter Mohn
| Mo | 09.03.26 | 19 Uhr | ausverkauft |
mit Jürg Halter (Rezitation), Meret Matter (Rezitation), Boris Klečić (Gitarre), Nina Rieben & Matthias Burki (Mitherausgeber:innen)
Moderation: Gisela Feuz
Texte: Endo Anaconda
in Hochdeutsch
Dauer: 60 Min.
Foto: Joan Minder
Buch:
Endo Anaconda, Im Gespinst in dem ich wohne, Hrsg. von Martin Bieri, Matthias Burki, Nina Rieben, Der gesunde Menschenversand 2025