«Hoffnung Denken: Klimakrise» – Levin Westermann im Gespräch mit Tuğba Ayaz

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Die Welt brennt. Wie fassen wir Mut? Wie kultivieren wir Zuversicht? Wie Zusammenhalt? Die Reporterin Tuğba Ayaz diskutiert in der Reihe «Hoffnung Denken» mit Gästen aus Literatur und Wissenschaft über die grossen Brennpunkte: Frauenrechte, Demokratie, Klima.

 

Mit dem Lyriker und Schriftsteller Levin Westermann spricht sie über die Klimakrise. In seinem Essay «Zugunruhe» (2024) beleuchtet er auf literarisch berückende Weise das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, Mensch und Tier. Wütend und zärtlich zugleich streift er durch die Landschaft und erzählt von der Schönheit der Welt und der Zerstörungswut des Menschen. In seinem Langgedicht «farbe komma dunkel» (2021) macht er die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur lyrisch erfahrbar. Können Literatur und Lyrik Mittel Wege aufzeigen, wie wir die ökologische Zerstörung angehen können?

 

Es war die Stille vor dem Sturm. Der Sturm, der begonnen hatte, als wir anfingen, den Dingen Namen zu geben, als wir begonnen hatten, die Welt zu benennen, um sie zu besitzen, um sie zu beherrschen, Tag für Tag. (aus «Zugunruhe»)

 

und ich weiss
dass ich mitschuldig bin 
im rattanstuhl 
die hüfte schonend 
ich weiss 
dass das rohöl 
von den fingern 
dass es tropft 
und dann 
geht die sonne wieder unter 
und dann 
geht die sonne wieder auf

(aus «farbe komma dunkel»)

Mi 08.04.26 19 Uhr

mit Levin Westermann

Moderation & Konzept: Tuğba Ayaz

 

in Hochdeutsch

 

Dauer: 75 Min.

Foto: Bettina Wohlfender

 

Bücher:

Levin Westermann, Zugunruhe, Matthes & Seitz 2024

Levin Westermann, farbe komma dunkel, Matthes & Seitz 2021