Ticket-Reservation
P: Premiere; D: Derniere; L: Lesung; Z: Zusatzvorstellung;
A: Autoren; M: Musik; W: Wiederaufnahme;
Spiel: Verena Buss und Walter Küng
Akkordeon/Musik: Hans Hassler
Koproduktion: Buss-Küng mit dem sogar theater
Drei Menschen sitzen an einem Tisch und reden. Sie reden über den vor über 250 Jahren geborenen, alemannischen Dichter Johann Peter Hebel. Für manche ein biedermeierlicher Moralist, für andere ein Humanist, ein Aufklärer, der sich dem Wissen, aber auch dem Klatsch und Tratsch seiner Zeit widmete. Bücher werden zur Hand genommen, Gedichte zitiert, Rätsel gestellt, ein Kosmos geöffnet. Man geht mit Hebel in die Fremde, die er beschrieb, aber in der er nie war, folgt ihm in Fachgebiete wie der Botanik und Biologie und geniesst den Schauer, wenn unter dem Spiegel seiner sorgsam komponierten Fabeln das Heimatliche ins Unheimliche kippt.
Ein entstaubter, lebendiger und spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es wird klar: Der Mann des «Schatzkästleins» berührt und beschäftigt bis heute.
Johann Peter Hebel
wurde am 10.5.1760 in Basel geboren. Weil seine Eltern als Angestellte eines Basler Patriziers im Sommer in Basel und im Winter in Hausen (Württemberg) lebten, besuchte er ab 1766 die Volksschule in Hausen und ab 1769 die Lateinschule in Schopfheim. In den Sommermonaten war er Schüler der Gemeindeschule in Basel und ab dem Jahre 1772 des dortigen Gymnasiums am Münsterplatz. Im Jahre 1774 wechselte er an ein Gymnasium in Karlsruhe. Sein zweijähriges Theologiestudium begann er 1778 in Erlangen. Danach bereitete er sich auf sein theologisches Examen vor und schloss dies im Jahre 1780 ab. Gleich darauf trat er eine Stelle als Hauslehrer und Vikar in Hertingen an und wurde 1783 zum Präzeptoratsvikar (Hilfslehrer) am Pädagogium in Lörrach ernannt. 1791 berief man ihn zum Subdiakon ans Karlsruher Gymnasium. Professor für Dogmatik wurde er im Jahre 1798 und unterrichtete bis 1814 als Gymnasiallehrer vielfältige Unterrichtsfächer. Im Jahre 1819 wurde er Prälat der evangelischen Kirche. Er starb auf einer Dienstreise am 22.9.1826 in Schwetzingen.
Künstlerisches Personal
Walter Küng
geboren 1952, arbeitet als Schauspieler und Regisseur. Seine Ausbildung erhielt er bei Ellen Widmann in Zürich und am Reinhard Seminar in Wien. Es folgten Engagements am Stadttheater Bern, der Claque Baden, dem Theater Basel und in zahlreichen freien Produktionen in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Von 1998 bis 2000 war Walter Küng als Schauspieler am Schauspielhaus Zürich engagiert. 1999 und 2001 inszenierte er in Baden, 2001 und 2003 führte er auf der Festung Aarburg führte Regie, 2005 am Theater Biel-Solothurn. In den Jahren 2001 bis 2004 arbeitete er als Schauspieler hauptsächlich an den Bühnen in Köln, sowie am Theaterhaus Gessnerallee in Zürich. Seit 2009 arbeitete Walter Küng jährlich in einer Inszenierung am Pfalztheater in Ludwigshafen.
In Baden initiierte und gestaltet er zusammen mit Michel Mettler seit 2002 die jährliche Veranstaltung „Baden liest“, ein Festival intime der Literatur, sowie verschiedene Lesereihen.
Daneben spielte er in diversen Filmen, etwa von Mathias Zschokke, Fredi M. Murer, Stina Werenfels, Esen Izik, Alain Tanner, Christoph Schaub, Lutz Konnermann, Urs Egger, Sabine Boss, Moira Himmelsbach und Michael Steiner.
Mit den Jazzmusikern Christoph Baumann, Jacques Siron, Hans Hassler und der Bratschistin Charlotte Hug verbindet ihn eine über zwanzig Jahre dauernde Zusammenarbeit, aus der verschiedene, sehr unterschiedliche, vorwiegend im experimentellen Bereich liegende Produktionen entstanden. Darüber hinaus bereichern Arbeiten mit der Badener Orchestergesellschaft und dem Aargauer Symphonieorchesterbereichern immer wieder sein Wirken.
Hans Hassler
ist der wahre Schweizer König auf dem Akkordeon. Der 1945 in Chur geborene Musiker überrascht seit über 30 Jahren mit seinem Gang durch die verschiedensten Szenen: Schweizer Volksmusik, Jazz, Filmmusik, freie Improvisation oder klassische Interpretationen. Stilistisch nicht fassbar und doch kantig seinem Weg verpflichtet, begeistert Hans Hassler mit grandios verspielter Musikalität, abgründigem Humor und überraschenden Grenzgängen. Seine Erscheinung, sein Schalk, seine Virtuosität und sein unerhörtes Spektrum von Ländler bis Jazz machen seine Performances zum Erlebnis.
Mit der CD «SEHR SCHNEE - SEHR WALD, SEHR» präsentiert Hans Hassler seine erste Solo-Aufnahme: eine phantastisch klingende Studioplatte, aufgenommen im Studio Klangdach von Willy Strehler. Hans Hassler, der Freigeist mit Herz und Bart, gibt erstmals Einblick in seinen musikalischen Kosmos.
Noch keine Medienechos erfasst.
Ticket-Reservation