Peter Brunner
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Glücksfährten – Zürcher Premiere
Zwei geniale Pessimisten vereint – Mit den sarkastischen Lebenskünstlern Wilhelm Busch und Arthur Schopenhauer begibt sich das sogar theater auf die Fährten der Glückssuche
„Lebenskunst genialer Pessimisten“ lautet der Untertitel des Soloprogramms von Vera Bauer (Künstlerische Begleitung: Klaus Henner Russius), mit welchem sie die Glückssuche zweier kongenialer Repräsentanten der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte auf die Bühne bringt: Hier der Zeichner und wohl populärste Verskünstler deutscher Sprache, Wilhelm Busch, dort der berühmt-scharfzüngige, für seinen Griesgram berüchtigte Philosoph Arthur Schopenhauer.
Was aber verbindet den populären Dichter mit dem Philosophen? „Busch ist gereimter Schopenhauer, womit ich nicht behaupte, dass Schopenhauer ungereimt ist“, formuliert der heutige Philosoph Odo Marquard. Und in der Tat – Busch war, salopp gesagt, ein Schopenhauer-Fan. In seinen Geschichten und Bildern präsentiert er reinste Schopenhauer-Philosophie, so ironisch und lebensnah, dass Generationen von Lesern unwillkürlich lachen über das grandiose Scheitern der Protagonisten. Denn wer würde sich in dieser vergeblichen Glückssuche nicht selber wieder erkennen?
Anleitung zum Glücklichsein
Inspiriert von der Seelenverwandtschaft dieser zwei genialen Köpfe hat Vera Bauer eine «Anleitung zum Glücklichsein» geschmiedet: Busch liefert die Szenerie, Schopenhauer den Kommentar. Mit „Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter“ inszeniert Vera Bauer eine wunderbare Künstlergeschichte zwischen enthusiastischem Hoffen und profanem Scheitern. Die Szenen kommentiert und kontrapunktiert sie mit Schopenhauers glänzend formulierten – und bei aller Drastik durchaus ernst gemeinten – Erkenntnissen zur Lebensweisheit. Denn obwohl Schopenhauer von der letztlichen Sinnlosigkeit unserer Existenz überzeugt war, interessierte ihn die Frage des ‚gelingenden Lebens’ brennend: Wie können wir mit möglichst wenig Leiden, dazu in menschenwürdiger Haltung – kurz: wie können wir „glücklich“ durch das Leben kommen?
Wort und Violoncello
Eine wichtige Rolle bei der Inszenierung der „Glücksfährten“ übernimmt das Violoncello: Bählamms hochfliegende Erwartungen, seine gutmütige Naivität, die Tücke des Objekts, die Heimtücke der Mitmenschen – dies alles taucht als klangliche Versinnbildlichung in Vera Bauers Cellotönen und Liedern auf. Die enge Verbindung von Wort und Musik pflegt Vera Bauers seit Jahren: Aufgewachsen bei Stuttgart, seit 1992 in der Schweiz lebend, tritt die ausgebildete Musikerin und Rezitatorin mit literarisch-musikalischen Programmen zu Hilde Domin, Heinrich Heine, Brecht und Tucholsky und vielen anderen auf. Wenn sie ihre Texte vorträgt, dann macht sie dies mit einer ungeheuren Eleganz und Feinfühligkeit. Sie lebt und erspürt die Texte, sie taucht ein in die Welt der Dichter und macht die Vielschichtigkeit ihrer Eine wichtige Rolle bei der Inszenierung der „Glücksfährten“ übernimmt das Violoncello: Bählamms hochfliegende Erwartungen, seine gutmütige Naivität, die Tücke des Objekts, die Heimtücke der Mitmenschen – dies alles taucht als klangliche Versinnbildlichung in Vera Bauers Cellotönen und Liedern auf. Die enge Verbindung von Wort und Musik pflegt Vera Bauers seit Jahren: Aufgewachsen bei Stuttgart, seit 1992 in der Schweiz lebend, tritt die ausgebildete Musikerin und Rezitatorin mit literarisch-musikalischen Programmen zu Hilde Domin, Heinrich Heine, Brecht und Tucholsky und vielen anderen auf. Wenn sie ihre Texte vorträgt, dann macht sie dies mit einer ungeheuren Eleganz und Feinfühligkeit. Sie lebt und erspürt die Texte, sie taucht ein in die Welt der Dichter und macht die Vielschichtigkeit ihrer Gedanken erfahrbar. Der bekannte Schauspieler und Regisseur für literarische Programme, Klaus Henner Russius, hat die künstlerische Begleitung der „Glücksfährten“ übernommen.
Taugt Pessimismus denn zur Lebenskunst? Gepaart mit Geist und Witz – oh, ja!
Glücksfährten – Lebenskunst genialer Pessimisten
Wilhelm Busch und Arthur Schopenhauer
von und mit:
Wort, Gesang und Violoncello: Vera Bauer
Künstlerische Begleitung: Klaus Henner Russius
Produktion: Vera Bauer, La Cappella, Bern & sogar theater
Vorstellungen:
Donnerstag, 3. November, 20.30 h Zürcher Premiere
Freitag, 4. November, 20.30 h
Samstag, 5. November, 20.30 h
Sonntag, 6. November, 17.00 h
Montag, 7. November, 20.30 h
Dienstag, 8. November, 20.30 h
Mittwoch, 9. November, 20.30 h
Künstlerkontakt:
Vera
Bauer | Alte Landstrasse 34 | 8942 Oberrieden
Tel. +44 721 10 04
Web: http://www.verabauer.ch
E-Mail: vera.bauer@vtxmail.ch
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