Szenenbilder: Bernhard Fuchs
Peter Brunner
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Die Steinflut – Zürcher Premiere
Erzähltheater in Mundart nach einer Novelle von Franz Hohler
"Als die siebenjährige Katharina Disch mit ihrem vierjährigen Bruder Kaspar am Freitag, den 9. September 1881, das Haus ihrer Grossmutter betrat, wusste sie nicht, dass sie erst wieder bei ihrer Hochzeit von hier weggehen würde."
Im September 1881 zerstörte ein gewaltiger Bergsturz den östlichen Teil des Glarner Dorfes Elm. Franz Hohler hat das dramatische Ereignis zu einer ergreifenden Novelle verarbeitet. Hauptfigur ist die kleine Katharina, die intuitiv spürt, dass der Berg kommt.
Katharina wird zusammen mit ihrem jüngeren Bruder zur Grossmutter geschickt. Dort soll sie die nächsten Tage verbringen, bis die Mutter ihr sechstes Kind zur Welt gebracht hat. Tage, in denen das Mädchen seine Angst zu bekämpfen versucht. Ihr bleibt nicht verborgen, dass die Nachbarn und Gäste in der Wirtschaft ihrer Eltern merkwürdig unruhig sind.
Seit Tagen regnet es. Immer wieder lösen sich kleinere Gesteinsmassen vom Berg und stürzen krachend zu Tal. Einige der Felsbrocken kommen den Häusern bedrohlich nahe. Dennoch harren die meisten Dorfbewohner aus.
Irgend etwas braut sich zusammen. Aber was? Soll man wegen ein paar Steinschlägen allen Ernstes den Schieferbruch am Ort schliessen? 150 Männer sind dort mit dem Abbau von Schiefer beschäftigt...
Sonntag der 11. September 1881 ist ein trüber Regentag. Kurz nach fünf ereignet sich der erste grosse Sturz. Gewaltige Felsblöcke lösen sich am Plattenberg, stürzen in die Tiefe, zerschmettern die Werkhütten und füllen die Öffnung des Schieferbruches. Die Dorfbewohner geraten in Panik und versuchen zu fliehen. Wenig später kracht es von Neuem. Ein mächtiger Fels schiesst über den Schieferbruch hinweg ins Tal. Vom Luftdruck beugen sich die Bäume, Dächer heben ab, Häuser stürzen zusammen. Dann geschieht das Entsetzliche. Mit ungeahnter Schnelligkeit stürzen riesige Gesteinsmassen ins Tal. Der Erdboden zittert. Die Steinflut reisst 114 Menschen in den Tod...
Katharina Disch, verheiratete Rhyner-Disch, ist keine Erfindung von Franz Hohler. Sie wurde 1874 in Elm geboren, als Tochter des Jakob und der Katharina Disch. Diese führten das Wirtshaus zur Meur, wo oft die Schieferarbeiter einkehrten. Katharina hatte fünf Geschwister: Anna, Jakob, Regula, Kaspar und das zwei Tage alte, noch ungetaufte Schwesterchen, als der Bergsturz von Elm am 11. September 1881 um 17 Uhr über das Tal hereinbrach. Am gleichen Abend erfuhr Katharina, dass Grossmutter, Vater, Mutter und die fünf Geschwister mitsamt dem Heimwesen vom Berg begraben wurden. Sie alleine blieb von ihrer Familie am Leben. Katharina Ryhner-Disch ist 1959 im Alter von 85 Jahren im «Meissenboden» in Elm gestorben, als Mutter zweier Söhne und einer Tochter, und als mehrfache Grossmutter und Urgrossmutter.
„Mit subtilen Veränderungen wechselt Cornelia Montani nahtlos von der reinen Erzählhaltung in ein Rollenspiel, gibt das überkandidelte Bäsi oder den introvertierten Fridolin. Für den rechthaberischen Johannes setzt sie sich breitbeinig an den Tisch, als Katharina macht sie sich schmal und blickt von unten. Es ist keine übertriebene Theatralik im Spiel, und trotzdem werden diese Figuren lebendig und erhalten Charakter.“ (St. Galler Tagblatt, 25.11.11)
Die Steinflut
Erzähltheater in Mundart nach einer Novelle von Franz Hohler
Spiel: Cornelia Montani
Regie: Klaus Henner Russius
Musik: Michael Wernli
Ausstattung: Bernadette Meier
Licht: Joe Fenner
Produktionsleitung: Ursula Pfister
Koproduktion: Elm Ferienregion, sogar theater, Theater am Gleis, Winterthur, Theater im Burgbachkeller, Zug
Vorstellungen:
Donnerstag, 12. Januar, 20.30 h - Zürcher Premiere
Freitag, 13. Januar, 20.30 h
Samstag, 14. Januar, 20.30 h
Sonntag, 15. Januar, 17.00 h
Freitag, 20. Januar, 20.30 h
Samstag, 21. Januar, 20.30 h
Sonntag, 22. Januar, 17.00 h
Kontakt und weitere Informationen:
Peter Brunner
Tel. Theaterleitung +44 271 50 81
Tel. Mobil +76 371 50 72
Ursula
Pfister
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Szenenbilder: Bernhard Fuchs
Peter Brunner
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