Das sogar theater wurde 1998 gegründet und konsequent als literarisches Kleintheater positioniert. Mit Inszenierungen von Theaterliteratur, szenischen Lesungen und theatralischen Adap­tionen literarischer Vorlagen hat sich das Theater eine Unverwechselbarkeit geschaffen. Von Anbeginn bildeten professionelle Schauspielerinnen und Künstler als ständige Gäste ein „Ensemble light“ und gaben so dem Theater ein persönliches Gesicht.  Seit Theaterstart wurde – neben ausgesuchten Gastspielen – das Schwergewicht auf Eigen- oder Koproduktionen gelegt. Es standen hautsächlich Ur- oder Erstaufführungen auf dem Programm. Eine im Jahre 2008 erschienene Broschüre mit Beiträgen von Klaus Henner Russius, Peter Schweiger, Monica Rottmeyer, Urs Widmer, Rolf Vieli, Regula Pfister, Elisabeth Wandeler-Deck, Bernhard Fuchs und Peter Brunner enthält dazu detaillierte Informationen und viele weitere Aspekte zur sogar theater-Geschichte. Die Jubiläumsschrift „10 Jahre sogar theater 1998-2008“ ist unentgeltlich im Theater oder über den Postweg erhältlich.

 

Das Theater-Logo gestaltete Doris Aebi, der grafische Auftritt wurde von Regula Schaffer entworfen und ab dem Jahre 2000 von François Haymoz zur heutigen Form weiterentwickelt.  Das Homepage-Zeitalter begann 2002 mit einem durch Peter Kessinger gestalteten Internetauftritt. Im Jahre 2006 wurde die Website durch Silvio De Zanet komplett neu aufgebaut, programmiert und designt. Weitere vier Jahre später ist die hier zugängliche Site entstanden, die eine völlig neue Gestaltung und Benutzerführung aufweist.


Als Trägerschaft wurde ein Verein nach § 60ff ZGB ins Leben gerufen, dessen Präsident seit Gründung der Regisseur, Schauspieler und Stadtkreis 5-Bewohner Klaus Henner Russius ist. 111 Mitglieder zeichneten 1998 eine Mitgliedschaft; am Ende der Spielzeit 2009/10 waren es sensationelle 680!

Im Jahre 2000 überreichte Regierungsrat Markus Notter dem sogar theater „für den fulminanten Start“ den Theaterpreis des Kantons Zürich. 2007 wurde das literarische Kleintheater, durch Regula Pfister und Stadtpräsident Elmar Ledergerber, mit dem Sozial- und Kulturpreis der ZFV-Unternehmungen ausgezeichnet. Seit Januar 2008 wird dem sogar theater für die Jahre 2008 bis 2011 von der Stadt Zürich eine jährliche Subvention in Höhe von 100'000 Franken ausbezahlt. Im Sommer 2008 erfolgte mit dem Preisgeld des Sozial- und Kulturpreises der ZFV-Unternehmungen, mit Mitteln von Stiftungen und gemeinnützigen Institutionen und Unterstützungsbeiträgen aus der Mitgliedschaft die sanfte Renovation des Theaterraums (Architektin: Andrea Teuwen) und die Erneuerung der technischen Infrastruktur (Planung: Martin Burkhardt). 120 Menschen zeichneten eine Patenschaft für sechzig Stühle. Jeder Theatersitz konnte dadurch mit zwei Namen beschriftet werden!

Seit Beginn leistete die Volkart Stiftung – die auch Hausbesitzerin ist – wiederkehrende Betriebsbeiträge; ab Januar 2009 übernahm die Ernst Göhner-Stiftung für drei Jahre einen Programmbeitrag. Stadt und Kanton Zürich und  Pro Helvetia  und private Förderstellen, wie etwa die Familien-Vontobel-Stiftung, Hamasil Stiftung, Jürg George Bürki-Stiftung oder das Migros Kulturprozent, leisteten regelmässig Produktionsbeiträge. In den zwölf Spielzeiten zwischen 1998/99 und 2009/10 besuchten rund 45’000 Personen das sogar theater, wo mittlerweile über 100 Vorstellungen pro Saison stattfinden. Die durchschnittliche Sitzauslastung pro Spielzeit war nie tiefer als 69.4 Prozent, bei maximal 60 Personen pro Vorstellung. Der absolute Spitzenwert wurde mit 95.9 Prozent in der Spielzeit 2009/10 erreicht.